Fünf Grundsätze für nachhaltige Veränderungen

Wie schaffen Sie es sinnvolle bzw. notwendige Veränderungen wirksam in Ihrem Unternehmen zu etablieren – und das möglichst alle mitmachen?

Aus meiner beruflichen Erfahrung gelingt dies mittels einiger weniger Prinzipien die es konsequent umzusetzen gilt..

  1. Fokussierung

Das bedeutet für Sie: Konzentration – auf das Wesentliche. Wichtig versus unwichtig, Dringend – nicht dringend. Zum einen heißt dies: Verzicht. Zum anderen aber auch: enormen Gewinn!

Unser beruflicher Alltag ist enorm komplex. Veränderungsgeschwindigkeiten nehmen stetig zu. Da besteht die Gefahr dass man „sich verzettelt“. Daher ist weniger hier in der Regel mehr.

Sorgen Sie dafür dass die verfügbaren Ressourcen in Ihrem Verantwortungsbereich zielgerichtet eingesetzt werden. Ich weiß – das ist leichter gesagt als getan. Aber – es bleibt richtig und wichtig.

  1. Kooperation

Dies funktioniert nur mit Vertrauen – intern, gegenüber Kunden wie auch Lieferanten. Nur mit Ihrer gelebten Kultur der Kooperation & des Vertrauens werden Veränderungen bei Ihnen gelingen!

Das beginnt beim Chef und dem Führungsteam: Können die Mitarbeiter Ihnen wirklich vertrauen? Tun Sie das was Sie sagen? Sagen Sie was Sie tun bzw. denken?

Dann startet „gelebte Kooperation“. Dann agieren alle Beteiligten vertrauensvoll – und arbeiten professionell zusammen. Das ist enorm wichtig für Veränderungen auch in Ihrem Unternehmen. Denn sonst sichert sich jeder ab, es wird nicht offen & ehrlich kommuniziert, das Engagement Ihrer  Mitarbeiter ist zurückhaltend.

  1. Systematik

Veränderungen sind nicht erst seit heute in Unternehmen ein offener, stetiger Prozess. Allein schon aus diesem Grund ist es wichtig dass Sie diesen Prozess „systematisieren“ – d.h. Sie das aktuelle Vorgehen regelmäßig strukturiert hinterfragen. Auch ISO Normen (wie ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement), oftmals als Bürde und zusätzlicher Arbeitsaufwand betrachtet, sprechen davon: Plan – Do – Check – Act. Und dies kontinuierlich – nachhaltig. Als Teil Ihrer eigenen strategischen Ausrichtung.

Stellen Sie daher Gewohntes regelmäßig auf den Prüfstand. Durchbrechen Sie bewusst Routinen. So gelangen Sie zu einem „zielgerichteten kontinuierlichen Verbesserungsprozess“: Warum tun wir das (so)? Sind unsere Ziele noch richtig? Haben wir ggf. zu viele Ziele? Welche sind wichtig?

 

  1. Disziplin

Auch diese ist maßgeblich entscheidend. Denn eine wirksame Veränderung erfordert entsprechende Konsequenz und Verlässlichkeit in der Umsetzung. Da ist dann auch die Vorbildfunktion von Ihnen und Ihren Führungskräften enorm gefragt. Wenn die wackeln oder zweifeln – was sollen dann die Mitarbeiter denken und tun?!

Die konsequente Einhaltung von Zusagen wie auch von Terminen ist ein weiterer wichtiger Indikator von „Disziplin“. Denken Sie an die berühmte Schweizer Präzision – nehmen Sie sich diese zum Vorbild.

Wichtig ist aber auch in solchen Veränderungsprozessen für Fragen und als Ansprechpartner Ihrer Mitarbeiter verfügbar zu sein.

 

  1. Wirksamkeit

Eigentlich achten sowohl Führungskräfte wie auch Mitarbeiter von sich aus darauf dass Aufwand und Ertrag im richtigen Verhältnis zueinander stehen – schon aus einer gewissen „Bequemlichkeit“ heraus. Es hilft auch Ihrem Gespür und Ihren Wahrnehmungen von Zeit zu Zeit zu vertrauen: Haben wir eventuell zu viel auf der Agenda? Sind unsere Ziele ggf. unrealistische Ziele? Sind meine Mitarbeiter überlastet? Wie ist die generell Stimmung im Unternehmen?

Seinen Sie hier ehrlich mit sich selbst. Und letztendlich dann auch konsequent – indem Sie zumindest auf das reagieren was Sie wahrnehmen.

 

Zum Abschluss ein paar Fragen um sich hier immer mal wieder selbst zu überprüfen:

  • Habe ich in meinem Verantwortungsbereich klare Ziele, die deutlich machen, was zuallererst erreicht werden soll?
  • Bin ich selbst vorbildlich in der Umsetzung meiner verantworteten Ziele & Maßnahmen?
  • Überprüfe ich in regelmäßigen Abständen, ob durch meine Ziele auch die Veränderung realisiert wurde, die ich mir zu Beginn vorgenommen habe?
  • Steht der Aufwand an Kraft, Zeit und Ressourcen, den ich für die Erreichung meiner Ziele einsetze, in einem sinnhaften Verhältnis zum erzielten Ergebnis?
  • Suche ich regelmäßig Feedback in meinem direkten Umfeld, um wertvolle Informationen für meine persönliche Weiterentwicklung zu erhalten?